Kirche Lengenwang

Die Pfarrkirche von Lengenwang hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahre 1503 stiftete der Patronatsherr Georg von Freyberg 300 Gulden, damit die Kapelle zum Hl. Wolfgang in Lengenwang zu einer Kirche erweitert und von einem eigenen Benefiziaten als Gottesdienstraum genutzt werden konnte. Der vordere Teil der Kirche, der Chorraum, mit seinen gotischen Spitzbogenfenstern stammt noch von dieser Zeit. Außerdem auch die kostbaren Figuren der Hl. Barbara und der Hl. Agnes im Langhaus und die des Hl. Wolfgang unter der Empore.

Der Kirchenpatron Wolfgang wird meist mit einer Kirche im Arm dargestellt, in der häufig ein Beil steckt. Das wird als Hinweis darauf gedeutet, dass ihm als Bischof von Regensburg die Ausbreitung des Christentums am Herzen lag und dass er durch die Rodung der Urwälder auch auf das leibliche Wohl seiner Mitmenschen bedacht war. Die Lengenwanger waren immer schon aufgeschlossene Leute. Als die Zahl der Gläubigen zugenommen hatte, haben Sie ihre Kirche erweitert und dem Stil der jeweiligen Zeit angepasst. So stammt aus der Barockzeit u.a. dass herrliche Deckengemälde im Altarraum, das die Anbetung des Hl. Brotes durch die damals bekannten viel Erdteile zeigt. Im 19. Jahrhundert entstanden die Deckenbilder im Langhaus, auf denen Jesus als Kinderfreund und der Hl. Wolfgang in der Herrlichkeit Gottes dargestellt, sind.

Die Pfarrkirche hat unter den Ortskapellen Lengenwangs einen besonderen Rang. Hier treffen sich die Gläubigen der Gemeinde Sonntag für Sonntag mit Jesus Christus. Hier erleben sie Gemeinschaft.