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Kolping Kurzbiographie

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Am 08. Dezember 1813 wird Adolph Kolping in Kerpen bei Köln als viertes Kind des Gemeindeschäfers Peter Kolping und seiner Frau Anna Kolping geboren.
Die Zeit ist geprägt von tiefgreifendem und nachhaltigem Wandel im Übergang von der ständischen Agrargesellschaft zur neuzeitlichen Industriegesellschaft, die rasante Entwicklungen mit sich brachte und damit das Leben der Menschen auf vielfältige Weise veränderte. Auch Adolph Kolpings Lebenswerk ist von diesen Zeitläufen stark berührt worden. Zunächst absolvierte er nach der Volksschule eine Schuhmacher Lehre in Kerpen und arbeitete von 1829-1832 erst als wandernder Geselle, dann bis 1837 im Kölner Schuhmacherwerkstätten. Den jungen Handwerker drängte es aufgrund der vielfältigen und bedrückenden Erfahrungen, diese Enge des Gesellendaseins zu verlassen, um als Priester für die Menschen und die Kirche tätig werden zu können. Dazu musste er zunächst das Abitur nachmachen und besuchte deshalb von 1837-1841 das Marzellengymnasium in Köln. Es schloss sich das Theologiestudium in München und in Bonn an, bis Adolph Kolping schließlich am 13.04.1845 in der Minoritenkirche zu Köln die Priesterweihe erhielt. Als Kaplan in Elberfeld findet Adolph Kolping dann seine Lebensaufgaben im dort durch die Initiative des Lehrers Johann Georg Breuer entstandenen katholischen Gesellenverein, den er als einen Weg zur Lösung der sozialen Fragen der Zeit erkannte und ausgebaut wissen wollte. Als Domvikar und Rektor der Minoritenkirche wirkte Adolph Kolping ab 1849 in Köln für die Ausbreitung dieses Werkes. Sein vordringliches Bemühen besteht darin, sich den Problemen der Zeit zu stellen, an deren Lösung mitzuarbeiten und so an der Gestaltung von Kirche und Gesellschaft mitzuwirken. Dank seines unermüdlichen Einsatzes nimmt sein Werk einen raschen Aufschwung. Als er am 04. Dezember 1845 – kurz vor seinem 52. Geburtstag – starb, existierten mehr als 400 Gesellenvereine in Deutschland und vielen Teilen Europas. Nach seinem Tod wurde sein Werk kontinuierlich weiter ausgebaut und weiterentwickelt. Trotz weiterhin widriger Zeitumstände, wie zweier Weltkriege in Europa, gelang es den Verantwortlichen immer wieder, das Kolpingwerk auf die Höhe der Zeit zu bringen, um so jeweils den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.
Am 27. Oktober 1992 wurde Adolph Kolping durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Im Jahr 2013 zählen wir weltweit in 61 Nationen ungefähr 500.000 Kolpingschwestern und Kolpingbrüder.